Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wahrhaft im gegenwärtigen Moment, verpassen wir alles.

 Thich Nhat Hanh

 

CORONA und die Atempause

 

Liebe Atemfreund*innen, Liebe Klient*innen

 

Aufgrund der aktuellen Lage zum covid-19 (Corona Virus) und den vom Bund angeordneten Massnahmen, werde ich leider meine Praxis temporär bis sicherlich zum 19.04. schliessen. Dies passiert zu eurem Wohle und aus tiefer Solidarität zu den vulnerablen Mitgliedern unserer Gesellschaft.

 

Ich bleibe telefonisch und  mailmässig weiterhin erreichbar. Zudem biete ich auf Voranmeldung via Mail auch Beratungs-gespräche über Skype an. Auf meinem Blog werde ich vermehrt Übungen posten, die uns alle dabei unterstützen, die Ruhe zu bewahren, mit aufkommenden Ängsten besser klar zu kommen, um uns so immer wieder aufs Wesentliche zurückbesinnen zu können.

 

In dieser ungeplanten Atempause steckt auch ganz viel Potenzial. In der Atemtherapie ist die Atempause gleich wichtig wie der Ein-und Ausatem. Atemruhe kann entstehen, wenn man warten kann, bis der Einatem von selbst wiederkommt. Dies erfordert Gelassenheit und Vertrauen. Die Ruhephase ist nicht einfach eine Pause, in der nichts geschieht, sondern vielmehr ein wichtiger Augenblick der Einkehr und Rückkehr zu sich selbst. Vor allem in der Atempause ist Kontakt zur eigenen Stille wieder spür- und erlebbar. So können wir uns alle einer inneren und nötigen Wandlung besser öffnen.

 

Ich wünsche uns allen viel Kraft, Besonnenheit und Zuversicht in dieser Zeit der Ungewissheit und ein tiefverwurzeltes Vertrauen in den nächsten Einatem.

 

Herzlich

Isabella Cianciarulo 

 

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Das grosse und kleine Glück mag tiefe Atemzüge

Auf meiner Homepage erhalten Sie Informationen über meine Arbeit als Komplementärtherapeutin im Bereich Ganzheitlich-Integrativer Atem- und Körpertherapie und zu vielen anverwandten Themen.  


Ich freue mich über Ihren Besuch.

Wann haben Sie zum letzten Mal Ihrem Atem und Körper bewusst Aufmerksamkeit geschenkt?

 

Wir stehen ständig unter Strom. Unsere Sinne werden laufend überflu-tet. Der Leistungsdruck nimmt exponentiell zu. Parallel dazu wächst unsere Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung. Immer mehr neuro-wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich Körper und Geist gegenseitig beeinflussen, und dass der Atem der Vermittler schlechthin zwischen diesen beiden Einheiten ist.      

 

Durchatmen, tief Luft holen, eine Atempause einlegen

 

Wir atmen allzu oft wie wir leben: gehetzt und oberflächlich. Verspannungen seelischer und körperlicher Art sind die Folgen. Dadurch blockieren wir die wertvolle Zufuhr von Sauerstoff und Lebensenergie. Wenn wir bewusst und tief atmen, schenken wir uns selbst Ent-spannung, Vitalität und Gesundheit. Unser Stresspegel sinkt, Blutdruck und Kreislauf können positiv verändert, destruktive psychische Muster gelöst und durch positive ersetzt werden. Wir finden zurück zu unserem ureigenen Rhythmus.

respiri bedeutet Atemzüge auf Italienisch

respirare : atmen, einatmen, Atem holen, Atem schöpfen


Der bewusst erlebte Atem und Körper

 

Unser Atem spiegelt sehr klar wider, wie es um unser momentanes körperliches, mentales und gefühlsmässiges Befinden steht.

Mittels bewusster Beobachtung des Atemgeschehens kommen wir unserem eigenen Wesen näher. Ein verloren geglaubtes Gefühl von Geborgenheit, innerer Sicherheit und Vertrauen kann mit der Zeit wiederentdeckt werden. Der bewusst zugelassene und erlebte Atem ist eine wichtige Quelle für mehr Lebensqualität, Gesundheit, innere Ruhe und seelische Kraft. Wenn der ureigene Atem wieder im Fluss ist, kommt der Gedankenstrom zur Ruhe und Anspannungen in den Muskeln lösen sich.

Ziel der Atem- und Körpertherapie


Der Atem reagiert auf Berührung, Druck, Dehnung und Bewegung und kann so beeinflusst werden. Ziel der Atemtherapie ist, dass der Atem seinen selbstregulierenden Rhythmus wiederfindet und so an Kraft und Substanz gewinnt. Angestrebt wird ein Zustand der Eutonie, das heisst der Wohlspannung; einen Zustand der Mitte (Eu) zwischen Unterspannung (Hypotonie) und Überspannung (Hypertonie). Diese führt auf der Ebene des vegetativen Nervensystems zu einem Ausgleich und zur Wiederherstellung des psycho-somatischen Gleichgewichts. Dabei geht es um Gesundheit im Sinne von körperlichem und seelischem Wohlbefinden. Im Zentrum stehen sowohl die einzelnen Symptome als auch der Mensch in seiner Ganzheit. Dies führt zu einer Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstverständnisses. Die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Körperwahrnehmungen, das Einüben von Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und dem eigenen Umfeld, das Erkennen und Aufbauen eigener Ressourcen führt zu einem gesunden Gleichgewicht auf allen Ebenen. Das Erforschen der eigenen Atemkraft stärkt zusätzlich das Erkennen der eigenen Selbstwirksamkeit. In diesem vielschichtigen Entwicklungs- und Erkennungsprozess dient der eigene Atem mit seinem lebendigen und situativen wechselnden Rhythmus als wertvoller WegbegleiterNach der Atembehandlung fühlen sich die Behandelten ausgeglichen, in ihrem Körper zu Hause, zentriert, und fähig, den Alltag zu zu meistern und zu geniessen.