Corona und die Atempause

 

Der Frühling, seine Farben und Gerüche

 

*Angst klopfte an. Vertrauen öffnete. Keiner war draussen...*

 

In Zeiten der globalen Corona-Verunsicherung ist die Angst bei vielen gross. Dennoch sind wir diesem Gefühl nicht ganz ausgeliefert. Hier ein paar Tipps, wie du besser mit der momentanen Lage umgehen kannst.

 

  1. Halte dich an die vorgegebenen Hygienemassnahmen, um die Coronavirus-Verbreitung rapide zu verlangsamen.
  2. Wenns geht, bleibe im Moment zu Hause, um die Risikogruppen in unserer Gesellschaft zu schützen. Dies nennt sich gelebte Solidarität.
  3. Iss gesunde Nahrungsmittel und Früchte. Wenn du sie finden kannst. Nochmals der dringliche Hinweis: HAMSTERKÄUFE sind nicht notwendig!!!! 
  4. Ziehe eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise in Betracht. Die meisten Viruspandemien haben einen tierischen Ursprung.
  5. Entspannungsübungen vermindern Stress. Stress schwächt dein Immunsystem. Ich unterstütze dich gerne dabei.
  6. Sorge für eine gute Hydratation. Trinke viel, besonders heisse Getränke. Die meisten Viren mögen keine Hitze!!!
  7. Schlafe genug. Wenn du nicht schlafen kannst, lege dich hin und versuche zumindest deinem Körper etwas Ruhe zu gönnen.
  8. Geh in den Wald laufen. Halte dennoch den nötigen Abstand zu deinen Mitmenschen ein.
  9. Bleibe positiv, trotz der vorhandenen Heraus-forderungen. Wir sind alle im selben Boot. 
  10. Suche dir Gesprächspartner (telefonieren, skypen, facetimen), denen du vertraust. Falls nötig kontaktiere einen passenden Therapeuten. Die meisten unter uns sind weiterhin telefonisch und via Mail für euch da!
  11. Mache Atemübungen, meditiere. Gönne deinem Gehirn und deinem Nervensystem eine längere Pause von all den Corona-News. Mache etwas, was dir Kraft und Freude schenkt.

 

Atemübungen

 

In dieser ungeplanten Atempause steckt auch ganz viel Potenzial. 

In der Atemtherapie ist die Atempause gleich wichtig wie der Ein-und Ausatem. Atemruhe kann entstehen, wenn man warten kann, bis der Einatem von selbst wiederkommt. Dies erfordert Gelassenheit und Vertrauen. Die Ruhephase ist nicht einfach eine Pause, in der nichts geschieht, sondern vielmehr ein wichtiger Augenblick der Einkehr und Rückkehr zu sich selbst. Vor allem in der Atempause ist Kontakt zur eigenen Stille wieder spür- und erlebbar. So können wir uns alle einer inneren und nötigen Wandlung besser öffnen.

 

Atemschnüffeln 

Mit kurzen, aber durchaus kräftigen Schnüffelzügen einatmen. So als würde man an einer Blume oder einem Parfum riechen. Das geschieht ausschliesslich durch die Nase. Jedes Mal etwas mehr Luft aufnehmen, so dass sich der Bauchumfang weitet. Nach ein paar Schnüffelzügen, macht man eine kurze Pause und atmet dann durch den leicht geöffneten Mund aus. 

 

Ein-/Schlafprobleme: Welche Atemübung kann ich vor dem Zubettgehen machen?

Der Geist will ruhen, doch die Gedanken leider nicht. Lege dich in Rückenlage bequem hin. Strecke und recke dich ausgiebig, bevor du die Hände oberhalb des Bauchnabels platzierst. Lausche einige Atemzüge lang deinem Atem, ohne etwas verändern zu wollen. Lasse dabei deinen Kiefer locker. Der Mund ist leicht geöffnet. Im Kiefer sammeln sich viele Verspannungen an. Richte nun den Fokus auf deinen Körper, nehme wahr, wie du daliegst. Beginne beim nächsten Einatem auf 4 zu zählen (1-2-3-4) beim nächsten Ausatmen zähle langsam auf 1 zurück (4-3-2-1). Versuche dich wirklich nur auf deine Atmung zu fokussieren. Nehme wahr, wie deine Atmung immer langsamer und tiefer wird, wie sich deine Bauchdecke unter deinen Händen hebt und senkt. 

 

FAQ zum Thema Atemtherapie

 

Weshalb verändert sich unser Atem, wenn wir Angst oder Panik haben?

Manchmal reicht ein kleiner innerer oder äusserer Einfluss, damit der Mensch aus dem Gleichgewicht gerät und den Boden unter den Füssen verliert. Unser Atem ist hier oft die Körperfunktion, die als erstes darauf reagiert und uns den ersten Hinweis für eine mögliche Störung gibt. Unser Organismus ist darauf programmiert, sich am Leben zu erhalten. Wird Gefahr gemeldet (tatsächliche oder auch nur vorgestellte Gefahr), kommt es zu einer Alarmreaktion. Das Sympathische Nervensystem tritt in Aktion. Es ist zuständig für die Aktivierung unseres Körpers. Er wird auf Kampf oder Flucht vorbereitet. U.a. erhöht sich unser Herzschlag, unsere Muskeln werden stärker durchblutet und unsere Bronchien erweitern sich. Wir atmen schneller, um uns besser mit Sauerstoff zu versorgen. Das Faszinierende ist, dass unsere Atmung eine Sonderstellung bei den physiologischen Funktionen des Körpers hat. Sie wird sowohl vom autonomen wie auch vom willkürlichen Nervensystem gesteuert. D.h. wir können sie bewusst steuern, also willentlich ruhiger tief ein- und ausatmen. Mit verschiedenen einfach erlernbaren SOS-Atemübungen können Betroffene einer Angst- oder Panikattacke bewusst entgegenwirken. Somit sind sie nicht mehr hilflos ihrer Angst ausgeliefert. Die Atmung ist die einzige vegetative Funktion, über welche wir ganz gezielt und bewusst Einfluss nehmen können auf das vegetative Gleichgewicht.

 

Hier ein hilfreiches  GIPHY , um mit dem Atem virtuell begleitet einfach zu üben!

 

 

Ein - Pause - Aus - Pause - Ein....Und immer weiter... Ein einfaches und wirkungsvolles Giphy...Einige Minuten oder länger ausprobieren. Konzentriere dich wirklich nur auf deine Atmung. Höre dir selbst beim Atmen zu und beobachten, wie wohltuende Gedankenruhe in diesen turbulenten Zeiten wieder einkehren darf.

 

 

Liebe Alle, bleibt Gesund und seid solidarisch. Schlussendlich sind wir alle auf die eine oder andere Art von der momentanen Situation kurz-oder langfristig betroffen. Es gilt, in solch unbeständigen Zeiten immer wieder einen Lichtblick zu kreieren für andere und für sich selbst. 

 

Sharing is caring!

 

"Im bewussten Umgang mit dem Atem sieht der Taoist nicht nur eine wirksame Methode, Energien aus der äusseren Welt in sich aufzunehmen, sondern auch die energetischen Wege unserer inneren Welt zu ordnen und damit Körper, Geist und Seele in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen." Dennis Lewis, Das Tao des Atmen

 

Bis bald!

Herzlich Isabella